Montag, 03 Dezember 2018 17:55

Welpers tolle Aufholjagd gegen Gladbeck wird nicht belohnt Featured

Written by Heribert Rodemann
Eine Schrecksekunde im Spiel gegen Gladbeck erlebte Jonas Grimm-Windeler, der in Sachen Knieverletzung kurz nach dem Abpfiff dann aber schnell Entwarnung gab Eine Schrecksekunde im Spiel gegen Gladbeck erlebte Jonas Grimm-Windeler, der in Sachen Knieverletzung kurz nach dem Abpfiff dann aber schnell Entwarnung gab

Die Westfalia liegt gegen Gladbeck fast aussichtslos hinten, kämpft sich aber mit Leidenschaft wieder heran. Doch am Ende feiern nur die Gäste.

Dass auch eine äußerst torarme Begegnung vor Spannung gerade zu knistern kann, stellten die Bezirksliga-Handballer von DJK Westfalia Welper und der TV Gladbeck unter Beweis. Die Welperaner sahen in diesem Krimi schon wie die Sieger aus.

Midzic: „Gladbeck kam doch mit voller Kapelle“

Am Ende standen die Jugendkraftler aber nach einer dramatischen Schlussphase gänzlich mit leeren Händen da. Der TV Gladbeck, der, so DJK-Trainer Dino Midzic, „doch mit voller Kapelle angereist war“, erzielte die letzten drei Tore und drehte so einen Zwei-Tore-Rückstand noch in einen 23:22-Erfolg um. „Das war hart. Meine Spieler haben mir unendlich leid getan. Ich habe sie erst einmal getröstet“, fand Dino Midzic nach der heftigen Enttäuschung einfühlsame Worte.

Die DJK Westfalia gleicht beim 19:19 erstmals aus

Seine Jungs hatten zuvor nach einer grandiosen Aufholjagd die Punkte schon in Reichweite. Sie lagen zur Pause zwar schon mit 9:14 zurück, kamen aber beim 19:19 erstmals wieder zum Ausgleich. Nach dem erneuten Rückstand von 19:20 stand die DJK nach Treffern von Nils Pradtke (2) und Jonas Grimm-Windeler beim 22:20 kurz vor dem Sieg. Zu spielen waren da allerdings noch sieben (am Ende zu lange) Minuten. Die Hausherren erzielten keinen Treffer mehr, die Gäste gleich drei. 30 Sekunden vor Schluss kam die DJK noch einmal in Ballbesitz, aber nicht mehr zum Abschluss. Der Tabellenzweite hatte beide Punkte entführt. Die DJK stand in der Deckung richtig gut, vergab im Angriff aber einfach zu viele Großchancen.

Am Ende fehlten den Welperanern die Körner

Zwei Knackpunkte gaben im Endeffekt den Ausschlag. Nachdem er noch das 22:20 für sein Team erzielt hatte, verletzte sich ausgerechnet Welpers bester Schütze Jonas Grimm-Windeler am bereits nach einem Kreuzbandriss operierten Knie. Der Schreck fiel dem Torjäger ebenso in die Glieder wie seinen Mannschaftskollegen, die völlig aus dem Rhythmus gerieten.

„Dabei hatte ich die erfahrensten Spieler auf der Platte. Dass ausgerechnet die sich die spielentscheidenden Fehler leisteten, war ja nun wirklich nicht abzusehen. Wir haben uns quasi selbst geschlagen“, haderte Dino Midzic. Beeinflusst wurde der rapide Leistungsabfall aber auch durch die Tatsache, dass die Welperaner sich in der zweiten Halbzeit bei ihrem willensstarken Zwischenspurt ganz offensichtlich verausgabt hatten. „Uns fehlten ganz einfach die Körner. Wir konnten uns für den gewaltigen Aufwand nicht belohnen“, brachte es Dino Midzic auf den Punkt.

DJK Welper - TV Gladbeck 22:23 
„Spielfilm”: 1:0, 4:4, 7:7, 7:12, 9:14 (Hz.), 12:15, 14:18, 17:18, 19:19, 22:20, 22:23.
Westfalia Welper: Büttner, Moog; Sproedt (2/2), Lask (4), Schotte, Trompeter (1), Decker, Buchmüller, Funke (2), Galbas, Grimm-Windeler (8), Pradtke (4), Rehbein, Soliga (1).

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