Samstag, 02 März 2019 14:52

Lask will Welper gegen kriselnde Schalker auf Kurs bringen Featured

Written by Heribert Rodemann (WAZ)

An der Marxstraße treffen zwei Mannschaften aufeinander, die zuletzt arg ins Trudeln geraten sind. Auch bei Schalke 04 läuft es nicht.

Während die meisten Handballer an diesem Wochenende spielfrei haben und sorgenlos ihren karnevalistischen Freuden nachgehen können, müssen die Spieler der DJK Westfalia Welper am Sonntag in der Bezirksliga schon wieder ran. Die DJK empfängt in der Halle an der Marxstraße den FC Schalke 04 II. Anwurf vor heimischer Kulisse ist um 18 Uhr.

Welper war lange Zeit auf einem guten Weg

Nach einer starken Serie mit 8:2-Punkten aus den letzten fünf Spielen vor der Weihnachtspause schien die DJK Welper mit ihrem Trainer Dino Midzic Ende 2018 noch auf einem guten Weg. Das Team punktete fleißig, obwohl in erster Linie die Entwicklung der Mannschaft im Vordergrund stehen sollte. „Wir liegen voll im Soll“, zog Dino Midzic noch einen Spieltag vor dem Ende der Hinrunde eine zufriedenstellende Bilanz.

Die DJK ist noch nicht wieder ins Rollen gekommen

Heute sieht die Lage allerdings schon wieder völlig anders aus. Die Jugendkraftler kamen im neuen Jahr überhaupt noch nicht ins Rollen. Dino Midzic stellte seinen Spielern nach der Heimniederlage gegen den FC Erkenschwick die Vertrauensfrage. Das Team suchte daraufhin das Gespräch mit dem Vorstand der DJK Westfalia Welper, und dieser entschied, dass eine sofortige Trennung für alle Beteiligten wohl die beste Lösung sei. Dino Midzic hätte den Welperanern auch noch bis zum Saisonende zur Verfügung gestanden.

Schwacher Auftritt gegen Rauxel-Schwerin

Nun versucht Tobias Lask als Spielertrainer, das Schiff wieder in ruhigeres Fahrwasser zu bringen. Der bisherige Kapitän weiß um die Schwere der Aufgabe, ist allerdings auch guter Dinge, wieder Stabilität in das Gefüge hineinzubekommen. Der erste Auftritt unter dem neuen Coach am vergangenen Wochenende wirft allerdings Zweifel auf, ob die Spieler den Ernst der Lage überhaupt begriffen haben. Beim 24:35 bei der HSG Rauxel-Schwerin kassierte die DJK so viele Gegentreffer wie überhaupt noch nicht in dieser Saison. Die Aussage von Tobias Lask „es fehlte die Bereitschaft, den letzten Schritt zu machen“, lässt tief blicken.

 Gute Trainingsbeteiligung während der Woche

Während der Woche gewann Lask allerdings den Eindruck, dass seine Botschaft angekommen ist. Trainingsbeteiligung und Intensität seien gut gewesen. „Die Jungs haben verinnerlicht, dass es sich in den nächsten zwei, drei Spielen zeigen wird, in welche Richtung der Weg führt. Alle wollen zeigen, dass es aufwärts gehen soll. Wir wollen das Spiel gegen Schalke unbedingt gewinnen“, so der kämpferische Spielertrainer.

Emanuel Jess wird allerdings fehlen (Urlaub). Äußerst fraglich ist auch, ob Timo Funke und David Rehbein mitwirken können. Dafür rückt aber Nils Pradtke wieder in den Kader. Außerdem baut Tobias Lask auf Manuel Maerz und Marc Schulz, die mit der zweiten Mannschaft spielfrei haben und einspringen werden.

Schalke zuletzt mit ganz schwacher Ausbeute

Die Schalker selbst sind nach einer starken Saisonphase ebenfalls ins Trudeln geraten. Aus den letzten sieben Spielen sprangen für die Königsblauen lediglich noch dürftige 3:11-Punkte heraus. „Schalkes Spiel steht und fällt mit Jérôme Barth. Um ihn müssen wir uns besonders kümmern. Ich bin guter Dinge, dass wir gewinnen werden. Wir sind hoch motiviert“, versprüht der neue Mann auf der Kommandobrücke geradezu wilde Entschlossenheit. Es ist ihm zu wünschen, dass seine Jungs am Sonntagabend auch am selben Strang ziehen.

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