Sonntag, 08 April 2018 19:20

28:28 in Herne: Tobias Lask rettet Welper noch einen Punkt Featured

Written by WAZ

Schwacher Auftritt der DJK Westfalia beim Tabellenletzten HC Westfalia Herne II. Das Spiel war für Welper eigentlich schon verloren.

Die Bezirksliga-Handballer der DJK Westfalia Welper haben im Kampf um den Wiederaufstieg in die Landesliga einmal mehr einen herben Dämpfer einstecken müssen. Die Westfalia wurde ihrer Favoritenrolle beim Abstiegskandidaten nicht gerecht und kam beim heimschwachen Tabellenvorletzten HC Westfalia Herne II über ein 28:28 nicht hinaus. Und der Punktgewinn war am Ende sogar noch glücklich, denn der Ausgleichstreffer fiel erst sechs Sekunden vor Schluss durch ein Siebenmetertor von DJK-Kapitän Tobias Lask.

Welpers Trainer Dirk Hille beurteilte die Leistung seiner Mannschaft als „Grottenkick“. „Es mangelte einmal mehr an der richtigen Einstellung. Zu Hause sind wir richtig stark, doch auswärts fehlt es oft in vielerlei Hinsicht. Wir hatten das Spiel eigentlich sogar schon verloren. Doch dann hat sich Herne einfach zu dusselig angestellt“, sagte der Coach.

Herner bringen sich selbst um den Sieg

Dirk Hille sprach die Szene an, in der ein Akteur der Gastgeber sich bei eigenem Ballbesitz im Gefühl des sicheren Sieges beim Dribbling die Kugel auf den Fuß warf und die DJK so noch zu dem schon angesprochenen Siebenmeter kam. Dirk Hille erinnerte sich prompt an das 28:28 im letzten Auswärtsspiel beim TuS Ickern. „Auch da hat es an der Leidenschaft und Entschlossenheit gefehlt, die uns zum Beispiel noch in der Vorwoche beim 28:23-Heimsieg gegen Tabellenführer HTV Recklinghausen ausgezeichnet hat. Wenn wir auswärts weiter so larifari auftreten, brauchen wir an den Aufstieg nicht mehr zu denken“, so der schwer enttäuschte Trainer.

Der war allerdings auch wieder mit einem kleinen Kader unterwegs. Es fehlten einmal mehr die Alternativen. Das darf allerdings keine Entschuldigung für die lasche Vorstellung sein. Über weite Strecken bekam die DJK keinen Zugriff auf das schnelle Spiel der Herner.

DJK zwischenzeitlich mit 14:21 hinten

„Wenn man die jungen Kerle des Gegners einfach so laufen lässt, dann braucht man sich auch nicht zu wundern“, schimpfte Hille, dessen Team nach 40 Minuten beim Spielstand von 14:21 schon geschlagen schien. Nur neun Minuten später stand es allerdings urplötzlich 21:21. Die Gastgeber überfiel ganz offensichtlich die Angst vor dem Gewinnen. Die DJK nutzte die Verunsicherung allerdings auch gnadenlos aus. „Anstatt dann aber auch den Deckel drauf zu machen, sind wir wieder in unsere pomadige Spielweise zurückgefallen“, verstand Dirk Hille die Handballwelt nicht mehr. Da konnte auch der kurios zustande gekommene Punktgewinn den Trainer nicht beruhigen.

Westfalia Herne II - Westfalia Welper 28:28 
Spielfilm”: 3:0, 7:3, 10:6, 13:9 (Hz.), 17:10, 21:14, 21:21, 23:23, 25:23, 28:27, 28:28.
DJK Welper: Büttner, Jülicher, Bauer; Lask (13/3), Jess (6), Kothe-Marxmeier (3), Buchmüller (1), Funke, Pradtke (1), Rehbein (4), Debreceni.

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