Montag, 26 März 2018 16:14

DJK Welper stößt den Tabellenführer Recklinghausen vom Thron Featured

Written by WAZ
Welpers Kapitän Tobias Lask erzielte vier Tore. Zwischenzeilich wurde er in Manndeckung genommen. Welpers Kapitän Tobias Lask erzielte vier Tore. Zwischenzeilich wurde er in Manndeckung genommen.

Westfalia gewinnt das Topspiel gegen Recklinghausen mit 28:23. Die Mannschaft von Trainer Hille ist in der entscheidenden Phase konzentrierter.

Die DJK Welper hat das Spitzenspiel der Handball-Bezirksliga gegen den HTV 95/28 Recklinghausen mit 28:23 gewonnen und den Tabellenführer vom Thron gestoßen. Die Welperaner zeigten dabei nach dem schmeichelhaften Remis in der Vorwoche beim TuS Ickern die von Trainer Dirk Hille dringend geforderte Reaktion. Der Sieg geht völlig in Ordnung. Gerade auch, weil die Welperaner ihren Torjäger Nils Pradtke schon nach knapp 18 Minuten durch eine höchst umstrittene Rote Karte verloren.

Welperaner konzentrieren sich auf das Wesentliche

Die nur wenig niveauvolle Begegnung litt gravierend unter der keineswegs bezirksligareifen Leistung des Schiedsrichtergespanns Thomas Ebert/Thomas Müller. Die Schiedsrichter trafen während der gesamten 60 Minuten (auf beiden Seiten) manche kuriose Entscheidung, übersahen zwei Tätlichkeiten des Recklinghäuser Spielmachers Slaven Lukic und waren insgesamt gesehen mit der Leitung dieser wichtigen Begegnung überfordert. Die Welperaner behielten schließlich die Oberhand, weil sie sich in der entscheidenden Phase besser auf das Wesentliche konzentrieren konnten als die Gäste.

Aus einem 7:9 wird eine 14:12-Führung zur Pause

Die Partie verlief in der ersten Halbzeit äußerst ausgeglichen. Die schon erwähnte Disqualifikation für Nils Pradtke, der in der 18. Minute seinen davon eilenden Gegenspieler bei einem Konter gefoult haben soll (Pradkte: „Ich habe ihn nur minimalst berührt“) steckten die Hausherren prima weg. Ebenso die nicht geahndeten Tätlichkeiten von Robert Lukic. Auch der von Tobias Lask in der 21. Minute neben das Tor geworfene Siebenmeter brachte die Welperaner nicht aus der Spur. Vielmehr drehten sie mit großem Engagement den 7:9-Rückstand in eine 14:12-Pausenführung um. Welpers Trainer Dirk Hille, der nach einem Wortgefecht mit den Unparteiischen unmittelbar vor dem Pausenpfiff eine Zeitstrafe kassierte, lobte seine Jungs in der Kabine für ihren guten Auftritt.

Dirk Hille fordert ein Höchstmaß an Disziplin

„Ein Höchstmaß an Disziplin“, forderte der Coach für den zweiten Durchgang ein. Die Welperaner bliesen, angetrieben vom unwiderstehlich den Torerfolg suchenden Emanuel Jess, sofort zur Attacke. Über 17:12 erkämpfte und erspielte sich die DJK einen komfortablen Sieben-Tore-Vorsprung (42.: 22:15,).

Zwei (von insgesamt acht) Zeitstrafen für Emanuel Jess und Csaba Debreceni sorgten dann allerdings für große Verunsicherung. Mit der berüchtigten Angst vor dem Gewinnen in den Gliedern geriet die Westfalia gegen eine offensivere HTV-Deckung völlig von der Rolle. Die Gäste kamen bis auf 20:22 heran (48.). Dann aber leistete sich Slawen Lukic das eine Foul zu viel und musste nach der dritten Zeitstrafe auf die Tribüne. Das spielte den Gastgebern voll in die Karten. Die Hille-Sieben zog schnell auf 26:20 davon und ließ sich in der Schlussphase nicht mehr beirren.

Routiniers Maerz und Schulz sind eine Stütze

Für die DJK-Fans war es schön zu sehen, dass ihre Westfalia ganz offensichtlich den Kampf um den zur Relegation berechtigten dritten Rang wieder aufgenommen hat. Dabei unterstrichten Emanuel Jess und David Rehbein einmal mehr ihre starke Form. Wichtig aber auch, dass sich mit Manuel Maerz und Marc Schulz zwei Routiniers aus der zweiten Mannschaft zur Verfügung stellten und der Mannschaft eine große Stütze waren.

Welper - Recklinghausen 28:23
Spielfilm“: 2:1, 5:5, 7:9, 11:10, 14:12 (Hz.), 17:12, 22:15, 22:20, 26:20, 28:23.
DJK: Büttner, Bauer; Lask (4/1), Jess (9), Schotte (2), Rehbein (6), Funke (1), Pradtke, Buchmüller, Schulz (4), Debreceni, Maerz (2), Grimm-Windeler.

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