Montag, 19 März 2018 18:13

Herber Dämpfer für die DJK Welper Featured

Written by WAZ
Der Fast-Siegtorschütze der DJK Westfalia Welper: Jakob Schotte verschuldete nach seinem 28:27 den Siebenmeter, der zum 28:28 führte Der Fast-Siegtorschütze der DJK Westfalia Welper: Jakob Schotte verschuldete nach seinem 28:27 den Siebenmeter, der zum 28:28 führte

„Wir haben unglaublich schlecht gespielt. Das war richtig grauenvoll“, sagt Trainer Dirk Hille nach dem 28:28 in Castrop-Rauxel beim TuS Ickern.

Die DJK Westfalia Welper hat beim arg abstiegsgefährdeten TuS Ickern ihre Hausaufgaben nicht gründlich genug erledigt. Die Welperaner mussten sich in Castrop-Rauxel beim 28:28 (12:17) mit einem Teilerfolg zufriedengeben und sind vom Relegationsplatz auf den vierten Rang abgerutscht. Die Ambitionen, nach dem Abstieg aus der Landesliga den direkten Wiederaufstieg zu schaffen, erhielten einen herben Dämpfer.

Welpers Trainer Dirk Hille war nach dem Spiel restlos bedient. „Wir haben unglaublich schlecht gespielt. Das war richtig grauenvoll. Es fehlte an Einstellung und Disziplin. Selbst im Ansatz war nicht zu erkennen, dass wir noch aufsteigen wollen. Ganz im Gegenteil. Wir haben den Punkt eigentlich überhaupt nicht verdient“, schimpfte der zum Saisonende scheidende Coach.

Desolate Abwehrleistung

Dabei stand Dirk Hille mit seinem Team beim TuS Ickern sogar hauchdünn vor einem doppelten Punktgewinn. Neun Sekunden vor Schluss erzielte Jakob Schotte den vermeintlichen Siegtreffer. „Jakob hat dann allerdings beim Zurücklaufen den Mittelkreis überquert. Und das führt nach der neuen Regel nun einmal zu einer Zwei-Minuten-Strafe und zu einem Siebenmeter. Und den hat Ickern in der letzten Sekunde eiskalt verwandelt“, erläuterte Dirk Hille die dramatische Schlussphase, in der die Welperaner völlig unnötig noch einen wichtigen Punkt aus der Hand gaben.

Dirk Hille bescheinigte seinen Handballern über 40 Minuten eine desolate Abwehrleistung. Die DJK probierte alle möglichen Formationen aus. Es lief über weite Strecken aber nichts zusammen. Auch in der Offensive gingen die einfachsten Sachen schief. Haarsträubende Ballverluste und völlig unvorbereitete Abschlüsse luden den Gegner zu leichten Toren förmlich ein. „Wir sind auch nicht auf die Nahtstellen gegangen. Das war einfach Larifari und eine Sache der Mentalität. Erst als wir mit dem Rücken zur Wand standen, wurde es besser. Da hat aber auch der Gegner stark nachgelassen“, sagte Dirk Hille.

Kapitän Tobias Lask trifft zum 27:26

In der Endphase fand die DJK nach dem 22:26-Rückstand gut sechseinhalb Minuten vor Schluss aber doch noch in die Spur zurück. Mit dem Treffer durch Kapitän Tobias Lask zum 23:26 läutete die Westfalia einen fulminanten Schlussspurt ein. Der schien dann beim 27:26 (erneut Tobias Lask) und erst recht beim 28:27 durch Jakob Schotte sogar vom Erfolg gekrönt. Kai Schlottke, der für Ickern übrigens alle Siebenmeter nervenstark versenkte, besiegelte nach Beendigung der regulären Spielzeit mit dem fünften Strafwurf allerdings doch noch die Punkteteilung.

TuS Ickern – DJK Westfalia Welper 28:28

Spielfilm: 1:3, 4:3, 7:7, 12:9, 17:11, 17:12 (Halbzeit), 17:14, 20:16, 22:18, 24:20, 26:22, 26:27, 27:28, 28:28.
DJK Westfalia Welper: Büttner, Jülicher – Lask (5), Trompeter (2/1), Schotte (2), Funke (3), Jess (2), Pradtke (7), Rehbein (5), Buchmüller (1), Debreceni (1).

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